
Navigation – in der Verankerung des Nebels, 2013
23. Januar 2026
Landnahme, 2017
15. Januar 2026über - zeichnet, 2016
In der Ausstellung steht das künstlerische Ausdrucksmittel des prozesshaften, performativen Handelns im Vordergrund. Oder wird hier Zeit verräumlicht? Oder Skulptur – bis zum dreidimensionalen räumlichen Ende gedacht, indem mit eine unerschöpflichen Materialmenge der Boden sich bis zur Decke immer mehr verdichtet? Betrachtet man die an sich sinnfreie Handlungsstruktur eines sich ständig wiederholenden Geschehens - abreißen, kleben, abreißen, kleben - als zwanghaft, lässt sie sich auch mit dem Begriff des Driftens beschreiben, dem etwas Treibendes, Nicht-zur-Ruhe-Kommendes immanent ist. Gleichzeitig beinhaltet eine sich rhythmisch immer wiederholende Handlung aber auch einen meditativen Aspekt. Dieses Paradox spiegelt sich in der Ausstellung darin wieder, dass dem Betrachter die Eindeutigkeit nur einer Zeitdimension entzogen wird. Er steht vor der Frage, ob er den rhythmischen Prozess des Abklebens innerhalb des Videos folgt oder sich in das vermeintliche Ergebnis eines Handlungsprozesses mit scheinbar ästhetischer Ruhe ziehen lassen will.




