
Gegenort-The Virtual Mine, 2001
28. Januar 2026Virtual Residency


Internationales Medienkunstprojekt realisiert im Rahmen von Luxemburg und Großregion, Kulturhauptstadt Europa 2007Die gewaltigen Transformations- und Migrationsprozesse, die Europa seit mehr als 15 Jahren durchlebt, sind inhaltlicher Auslöser für das Multimedia- und Ausstellungsprojekt „Virtual Residency“. Die Medienkünstlerinnen Monika Bohr, Claudia Brieske, Leslie Huppert und Gertrud Riethmüller senden über das Internet einen Aufruf zur virtuellen "Völkerwanderung" an alle Künstlerinnen und Künstler der Welt. Die Antworten verdichten sich zu kreativen Transitströmen aus Bildern, Motiven und Ideen im World Wide Web, die zu realen Ausstellungen in Europa führen.
Virtual Residency: Internetplattform und Musterhaus Virtual Residency untersucht die Zustände persönlicher und kollektiver Destabilisierung als eigentlichen, kraftvollen Motor der Migrationsströme: Hoffnung, Angst, Traum, Zwang, Not, Wunsch nach Veränderung, Wille zum Wandel generieren individuelle Bilder. Durch den Aufruf erhalten sie eine Richtung, durch die Internetplattform werden sie sichtbar gemacht und finden einen Aufenthaltsort.
Virtual Residency setzt diese Bilder dem politischen, sozialen und kulturellen Spannungsfeld verschiedener europäischer Städte aus. Sie werden von Oktober 2006 bis Dezember 2007 als reale multimediale Installationen in verschiedenen Ausstellungen in Deutschland, Frankreich, Polen und Luxemburg umgesetzt. Aus dem konkret gewordenen Raum der multimedialen Installationen heraus entstehen in einem dritten Schritt digitale Ausstellungsräume. Webcams zeichnen die realen Situationen in den europäischen Häusern auf, spiegeln die Bilder und Sounds der entstandenen Installationen zurück auf die Internetplattform und machen somit die Ausstellungen einem Publikum weltweit zugänglich. Europäische Partnerinstitutionen: Galeria Biala Centrum Kultury in Lublin (PL), Faux Mouvement Centre d’Art Contemporain in Metz (F), Casino Luxembourg - Forum d’art contemporain in Luxembourg (L) und das ZKM in Karlsruhe
Planungsphase und Organisation: 2005 - 2007, Projektstart (internationaler Aufruf via WWW): Mai 2006


